Planet Serpo,Teil 6

Eines Tages wird ihnen viel Ehre zuteil werden, da sie uns ihre Unterstützung anbieten bei der Herausgabe unserer Informationen. Ich danke Ihnen sehr dafür.

Ich habe nicht den Eindruck, dass ein Dialog oder eine Argumentation mit Skeptikern vorteilhaft für unsere Sache wäre. Sie haben das Recht unsere Informationen zu kritisieren, aber keiner von ihnen wird jemals im endgültigen Prozess einbezogen werden.

Dies war ein gigantisches Problem, was man zumindest so bezeichnen könnte. Unser Linguist brauchte mehrere Jahre um eine ausreichende Form der Kommunikation mit den EBEs herzustellen. Eine Gruppe von EBEs lernte Englisch zu verstehen und ein paar weitere Sprachen von der Erde.

Diese Gruppe enthielt die »Reisenden«, wie sie unser Team zu nennen pflegte. Unsere Teammitglieder haben sich mit den Reisenden in Verbindung gesetzt. Obwohl unser Team nicht immer ihre Antworten verstehen konnte, haben die Reisenden der EBEs unser Team die meiste Zeit verstanden. Während dieser Zeitdauer war der Austausch an Informationen ziemlich einfach.

Die EBEs konnten einige Dinge nicht vollständig unserem Team verständlich machen und sie benutzten eine Art von Zeichensprache indem sie auf das Objekt oder die Sache zeigten, welches sie zu erklären wünschten und sie machten Handbewegungen. Zwei unserer Teammitglieder verstanden schließlich diese Form der Kommunikation. Unser Team erhielt jedoch nicht so viele Informationen während dieser Zeitperiode.

Die Reisenden (die wenigen die Englisch verstanden zählten 30) haben nicht vollständig einige Wörter unserer Sprache verstanden. Später meinten die EBEs, dass unsere Sprachezu kompliziert und zu schwer zu verstehen sei. Wir stellten schließlich fest, dass die Sprache der EBEs, die auf unterschiedliche Tonlagen basierte sehr kompliziert und extrem schwer zu übersetzen war. Uns war es möglich gewesen ihre Sprache aufzuzeichnen um sie dann erneut abzuspielen und immer wieder anzuhören, um sich jede einzelne Tonhöhe und jede einzelne Tonstufe genauer anzuhören.

Schließlich übersetzten wir grob einen Teil ihrer Sprache. Wir begannen mit einfachen Gegenständen, zum Beispiel mit fliegenden Objekten die sie benutzten um auf ihren Planeten zu reisen. Dann Dinge wie Häuser, Straßen, Nahrung, Kleidung, ihre Sonnen, ihr Planet, usw. Obwohl wir eine Form von Kommunikation errichten konnten, war sie dennoch grob und nicht immer hilfreich für unsere Teammitglieder, wenn sich etwas Kompliziertes ereignete.

Als z.B. unser erstes Teammitglied in einem Unfall umkam war es sehr schwierig mit den EBEs zu kommunizieren. Das Mitglied starb sofort, deshalb wurde keine medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt. Unsere zwei Ärzte untersuchten den Leichnam des Mitglieds und stellten fest dass die Verletzungen im Einklang mit einem Unfall waren. Anfangs haben sich die EBEs nie in unsere medizinische Arbeitsmethoden eingemischt, oder sie boten uns ihre medizinische Versorgung an.


Da die EBEs jedoch sehr wohltätige und umsorgende Leute sind und sie ein Teammitglied weinen sahen schritten die EBEs ein und sie boten uns eine Art medizinische Versorgung an. Obwohl unsere Ärzte der Überzeugung waren, dass das Teammitglied tot war, erlaubten sie den EBEs ihre eigenen medizinischen Methoden anzuwenden. Dies alles geschah entweder durch Zeichensprache oder durch Kommunikation mit den Reisenden, die etwas Englisch verstanden.

Die EBEs transportierten dem Leichnam des Teammitglieds in ein großes Gebäude, welches offensichtlich ihr Krankenhaus oder medizinisches Zentrum war. Die EBEs benutzten einen großen Untersuchungstisch um den Körper zu untersuchen. Die EBEs bewegten einen großen blau-grünlichen Lichtstrahl über den Körper. Die EBEs betrachteten eine Anzeige, welche scheinbar ein großer Bildschirm war der aussah wie ein Fernsehbildschirm. Die Analyseergebnisse wurden in der Sprache der EBEs angezeigt und daher konnten sie nicht von unseren Teammitgliedern verstanden werden.

Es gab jedoch ein grafisches Display, welches den Rhythmus von Hitzeerscheinungen darstellte. Die durchgängige Linie bewegte sich nicht. Die Ärzte verstanden, dass dies das Gleiche bedeutete, was ihre Ausrüstung bereits anzeigte: das Herz schlug nicht mehr. Die EBEs injizierten eine Flüssigkeit durch eine Nadel. Dies wurde mehrere Male nacheinander vollzogen. Schließlich begann das Herz wieder zu schlagen.

Aber unsere Ärzte wussten, dass die inneren Organe des Körpers beschädigt waren, aber sie konnten dies den EBEs nicht vollständig erklären. Schließlich machten die EBEs ein Zeichen und legten ihre beiden Hände auf die Brust und sie neigten ihre Köpfe. Unsere Teammitglieder wussten was das bedeutete, nämlich dass die Person tot war und nichts mehr getan werden konnte.

Die EBEs hatten mit unserem Team Mitgefühl. Während der letzten Arbeitsperiode hielten die EBEs ein Begräbnis für unser verstorbenes Teammitglied ab, nämlich die selbe Bestattung, die sie für ein EBE abhielten. Unser Team hat ihr eigenes Begräbnis abgehalten, welches von EBEs begleitet wurde. Die EBEs haben sich extrem über den Gottesdienst gewundert. Ein Teammitglied, welches als Geistlicher agierte, führte die Totenmesse aus. Unser Team war den EBEs für ihre nachsichige Einstellung gegenüber unserem toten Freund unendlich dankbar gewesen.

Die EBEs leben in einer sehr einfachen Gesellschaftsform. Die individuelle EBE- Familie beinhaltete Männer, Frauen und mindestens ein Kind. Unser Team hat sogar Familien vorgefunden, die mindestens vier Kinder besaßen. Wir haben später erfahren, dass diese Familien sich um Kinder von EBEs gekümmert haben, die entweder auf einer Reise-Mission waren (um das Universum zu erkunden) oder die verstorben waren.

Unser Team konnte einen Unfall beobachten, bei dem vier EBEs starben. Die EBEs führten am Unfallort ein Ritual durch. Dann brachten die EBEs die Körper zur medizinischen Einrichtung, wo sie untersucht wurden. Unseren Teammitgliedern war es immer erlaubt gewesen die EBEs zu begleiten, außer während ihrer Freizeit, als die EBEs aus Gründen der Diskretion ihre Türen schlossen.

Unsere Teammitglieder sahen in den Augen der EBEs Sorgen, als einer von ihnen davonschied. Später, nach der letzten Arbeitsperiode des Tages hatten die EBEs ein Begräbnis, so schien es zumindest unseren Teammitgliedern. Die Körper der verstorbenen EBEs wurden weiß eingekleidet. Unterschiedliche Flüssigkeiten wurden auf den Leichnam gegossen. Eine große Anzahl von EBEs stand dabei in einem Kreis und sangen.

Der Klang wurde für unsere Teammitglieder fast widerwärtig. Die Zeremonie ging sehr lange. Schließlich wurden die Leichname in einen Behälter aus Metall gelegt und sie wurden an einer entfernten Stelle, weg von den Gemeinden, begraben. Nach dem dem Begräbnis hatten die EBEs ein Fest. Große Tafeln aus Lebensmitteln wurden gebracht und jeder begann zu essen, zu tanzen oder Spiele zu spielen. Unser Team konnte beobachten, dass dies sich dies bei jedem Begräbnis eines EBEs ereigente.

Die individuelle Familie eines EBE lebte ein einfaches Leben. Ihre Behausungen wurden aus einer Art Materials gebaut das Holz glich mit etwas Metall. Alle Häuser sahen gleich aus. Da gab es scheinbar etwas in südwestlicher Richtung was aussah wie ein Ziegelstein. Im Inneren bestand das Haus aus vier Zimmern. Ein Raum zum Schlafen in dem alle EBEs auf einer Matte schliefen, ein Raum zur Zubereitung von Essen (Küche), einen Familienraum (der der Größte im Haus war) und einen kleinen Raum für den Müll.

Dies lies unser Team auf einen interessanten Punkt stossen. Die EBEs besaßen nicht das physiologische Bedürfnis ihre körperlichen Exkremente in dem Maße auszuscheiden, wie wir es taten. Die EBEs besaßen kleine Sammelstellen in ihren Behausungen für ihre Ausscheidungen. Aber der Körper der EBEs war extrem effizient in der Verdauung der eingenommenen Nahrung. Ihre Körperausscheidungen bestanden aus einer kleinen Menge Stuhl, die Katzen-Ausscheidungen glich.

Unsere Teammitglieder haben nie Urin-Ausscheidungen der EBEs beobachten können. Auf der anderen Seite bestanden die Ausscheidungen unserer Teammitglieder aus hohen Mengen Stuhl und Urin. Die EBEs mussten große Auffangplätze für die Exkremente unserer 12 Teammitglieder ausgraben. Die EBEs haben unser Team weitgehend bei sich unterbringen können.

Wie ich es vorhin bereits erwähnt hatte war die Nahrung ein Problem für unsere Teammitglieder. Unser Team konsumierte weitgehend C-Rationen nach militärischer Art, aber schließlich mussten wir uns auf die Nahrung der EBEs umstellen.

Die EBEs besaßen eine Vielzahl von Nahrungsmitteln. Sie bauten Pflanzen an. Unser Team fand Nahrungsmittel vor, die Kartoffeln glichen, aber der Geschmack war anders. Sie besaßen eine Art von Kopfsalat, Rüben und Tomaten. Das waren die einzigen Lebensmittel die unseren auf der Erde ähnelten. Die EBEs bauten auch andere Pflanzen an.

Dies waren seltsam aussehende runde Lebensmittel mit langen Reben. Die EBEs kochten diese Reben und sie aßen einen großen Teil dieser Pflanze roh. Die EBEs besaßen eine Art weiße Flüssigkeit, bei der wir zunächst dachten dass sie eine Form von Milch sei. Aber nachdem wir sie probiert hatten hat unser Team festgestellt, dass es etwas anderes war, sowohl im Geschmack und Inhalt. Die Flüssigkeit kam von einem kleinen Baum, der im nördlichen Teil des Planeten vorzufinden war. Die EBEs haben den Baum buchstäblich gemolken um die Flüssigkeit zu ernten. Scheinbar erzeugte das Trinken dieser Flüssigkeit eine euphorische Stimmung bei uns.

Unseren Teammitgliedern hat diese Flüssigkeit nie richtig geschmeckt. Die EBEs haben Essen gekocht. Sie haben Eintöpfe gemacht die für unser Team völlig geschmacklos waren. Wir verwendeten sehr viel Salz und Pfeffer. Sie haben ebenso eine Form von Brot gebacken. Es war ein Hefe-freies Brot und es schmeckte ziemlich gut, aber es verursachte unseren Teammitgliedern extreme Verstopfung. Wir mussten große Mengen an Wasser trinken um das Brot richtig verdauen zu können.

Das einzige Lebensmittel, welches sowohl die EBEs als auch die Teammitglieder mochten waren die Früchte. Die EBEs aßen eine große Menge an Früchten. Die Frucht, die völlig anders aussah als das was wir bisher gesehen hatten, war süßlich. Manche der Früchte hatten den Geschmack von Wassermelonen, während andere wie Äpfel schmeckten.

Ein weiteres Problem war das Wasser. Das Wasser auf dem Planeten Serpo enthielt eine vielzahl von unbekannten Chemikalien, die von unserem Team entdeckt wurden. Unser Team musste schließlich das Wasser erhitzen, bevor es getrunken werden konnte. Nachdem die EBEs das gesehen hatten bauten sie eine große Anlage, die das Wasser für unser Team verarbeitete.

In finalen Report unseres Teams, der geschrieben wurde von einem Oberst, sagt der Report aus, dass während der Zeitdauer des Austauschprogrammes (er achtete sehr darauf nicht die exakten Zeitangaben zu verwenden) es dem Team möglich gewesen war 50 Prozent ihrer Zeit mit den EBEs zu kommunizieren. Es gab einige Dinge, bei denen wir es nicht schafften sie geeignet zu übersetzen.

Unser Team brachte eine Ausrüstung für Softball zur sportlichen Betätigung mit. Die EBEs schauten beim Spiel zu und lachten laut. (das Lachen der EBEs klang wie ein hohes Kreischen). Schließlich begannen die EBEs das Spiel zu spielen, aber sie schafften es nie den Ball zu fangen, bevor er den Boden berührte.

Obwohl unsere Teammitglieder die Privatsphäre der EBEs achteten, war es unserem Team erlaubt gewesen bei einer Geburt zugegen zu sein. Während unser Team umherstreifte beobachtete es sexuelle Aktivitäten der EBEs. Die männlichen und weiblichen Mitglieder hatten ähnliche Sexualorgane und sie vollzogen den Geschlechtsverkehr. Die Häufigkeit der sexuellen Aktivität wurde nicht aufgezeichnet, da sie anscheinend genauso oft vollzogen wurde wie in unserer Gesellschaft. Man nahm an das dieser Akt aus Gründen des Genusses und der Fortpflanzung vollzogen wurde.

Quelle: http://mrtripko.blogspot.de/2008/04/planet-serpoteil-6.html

 

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