2016-2018: Erste private Mission zum Südpol des Mondes angekündigt


Künstlerische Darstellung des ILO-Station nebst Rover am Malapert-Krater am Mondsüdpol. | Copyright: Moon Express/ILOA

Washington (USA) – Zwei private Raumfahrtunternehmen haben angekündigt, bis spätesten 2018 die erste private Mission zum Südpol des Mondes zu starten. Auf einem Kraterrandberg des Malapert-Kraters wollen die „International Lunar Observatory Association“ (ILOA) und das Start-Up-Unternehmen „Moon Express“ eine unbemannte fernopperierte Teleskop-Station errichten, um von hier aus ungehindert von atmosphärischen Störungen astronomische Beobachtungen zu betreiben.

Zugleich, so berichten die Raumfahrt-Visionäre auf einer Pressekonferenz, blockiere der Mond die störende elektronmagnetische irdische Geräuschkulisse unserer eigenen Zivilisation. Die Idee zur Mission basiert auf von Wissenschaftlern schon seit langem gehegten Plänen der Errichtung eines stets von der Erde abgewandten Teleskops auf der sogenannten „dunklen (also von der erde abgewandten) Seite des Mondes“. Als Ergebnis erhoffen sich die Forscher Aufnahmen und Beobachtungen in einer Qualität wie sie von bisherigen erdgestützten und Weltraumteleskopen nicht erreicht werden konnte.

Während Stationen auf der Rückseite des Mondes eine kostenaufwendige satellitengestütze Datenübertragung zur Erde benötigen würden, bietet der bis zu fünf Kilometer hoch gelegene Rand des Malapert-Kraters am Südpol des Mondes den Vorteil einer direkten Verbindung zur Erde und liegt dennoch (wie die vom Mond abgewandte Seite) im Radio-Schatten der Erde, erläuterte der ILOA-Mitbegründer Steve Dust. Zugleich ist der Krater 90 Prozent der Rotationsperiode des Mondes gleichmäßig ausgeleuchtet wodurch eine dortige Station auch nicht den teilweise extremen Temperaturschwankungen von zwischen 120 und minus 170 Grad Celsius unterliegen würde und so zugleich auch in idealer Weise durch Sonnenlichtkollektoren mit Energie versorgt werden. Hier, so die Visionäre, liegt aus diesen Gründen auch der idealste Ort für eine zukünftige bemannte Mondsiedlung und der beste Ort für den Abbau hier ebenfalls reichlich vorhandener seltener Mineralien und der Gewinnung von Wasser.

Quelle, hier weiterlesen: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2013/07/2016-2018-erste-private-mission-zum.html

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