Harvard-Mediziner: „Kombination zweier Medikamente könnte nahezu alle Arten von Krebs stoppen“


Martin Nowak und Ivana Bozic. 
| Copyright: Stephanie Mitchell/Harvard Staff Photographer, harvard.edu
Cambridge (USA) – Mediziner und Mathematiker der Harvard University sind davon überzeugt, den Heiligen Gral der modernen Medizin gefunden zu haben: Ein effektives Behandlungsverfahren gegen die meisten Arten von Krebs.

Wie Professor Martin Nowak und Dr. Ivana Bozic aktuell im Fachjournal „eLife“ (DOI: 10.7554/eLife.00747.001) berichten, konnten sie zeigen, dass unter bestimmten Bedingungen die Kombination zweier Medikamente innerhalb einer gezielten Therapie, die zum Ziel hat, die Wachstumsfähigkeit und die Ausbreitung von Krebs zu stoppen, „nahezu alle Arten von Krebs heilen kann“.

Allerdings geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass es sich nicht um ein vorliegendes Heilmittel an sich, sondern um eine Behandlungsmodell handele: „In gewissem Sinne ist es mit einem Mathematiker zu vergleichen, der zwar berechnen kann, wie man eine Rakete zum Mond schießt, der aber selbst eine solche Rakete nicht bauen und zum Mond schießen kann.“

Das Ausschlaggebende an dem „neuen Weg im Kampf gegen Krebs“ sei, die beiden Medikamente zur gleichen Zeit und in Kombination zu verabreichen. „Doch diese Idee widerspricht genau der Art und Weise, wie die meisten Ärzte heutzutage Krebs behandeln (…).

Schon in früheren Studien konnten Nowak und Kollegen zeigen, dass die Nutzung mehrerer Medikamente zur gleichen Zeit wirken kann. Obwohl der so erzielte Effekt zeitweilig wirkt, sei eine Behandlung mit einem Einzelmittel oft zum Scheitern verurteilt, da die Krankheit relativ einfach eine Widerstandsfähigkeit gegen das Einzelmedikament entwickeln könne.

Das nun vorgestellte Therapiemodell von Nowak und Bozic basiert auf der umfangreichen Datenbank des „New York Memorial Sloan-Ketering Cancer Center“ anhand derer die Reaktionen von Patienten auf die Behandlung mit einem einzelnen Medikament dokumentiert sind. Auf dieser Grundlage konnten die Wissenschaftler Computermodelle auch für die Wirkungsweise einer Behandlungsmethode mit mehreren Medikamenten erstellen und behandelten dann ebenfalls anhand dieser Modelle eine ganze Reihe „virtueller Patienten“, um zu sehen, wie die Krankheit auf die multimedikamentöse Therapie reagiert.

Quelle, hier weiterlesen: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2013/07/harvard-mediziner-kombination-zweier.html

 

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